Nasse Wand. Und niemand weiß, woher.

Wir vermitteln Ihre Anfrage an einen Leckortungs- und Sanierungsbetrieb in Ihrer Region – einen, der zerstörungsfrei ortet und für die Versicherung sauber dokumentiert. Kostenlos und unverbindlich.

Schaden schildern

Sofort

Die ersten vier Handgriffe

In dieser Reihenfolge – der vierte entscheidet später über das Geld.

01

Wasser abstellen

Haupthahn zu. Bei Kontakt mit Steckdosen oder Verteilern zuerst den Strom abschalten.

02

Fotografieren

Vor dem Aufräumen. Übersicht und Detail, mit Datum. Später lässt sich das nicht nachholen.

03

Versicherung melden

Bei Leitungswasser die Gebäudeversicherung, beim Hausrat zusätzlich die Hausratversicherung.

04

Nichts reparieren lassen

Erst orten, dann öffnen. Wer vorher aufstemmt, verliert den Nachweis, wo das Wasser herkam.

Anfrage

Schildern Sie kurz, was los ist

Wir leiten Ihre Anfrage an einen Fachbetrieb weiter, der Ihr Gebiet abdeckt. Sie bekommen eine Rückmeldung von diesem Betrieb, nicht von uns – und zahlen für die Vermittlung nichts.

Ihre Angaben gehen an uns und an den vermittelten Betrieb. Mehr dazu im Datenschutzhinweis.

Verfahren

Wie ein Leck gefunden wird, ohne die Wohnung aufzureißen

Ein Fachbetrieb stemmt nicht auf Verdacht. Er grenzt ein und weist nach – meist mit mehreren Verfahren nacheinander, weil jedes nur einen Teil der Antwort gibt. Erst wenn die Stelle feststeht, wird geöffnet. An einer Stelle statt auf Verdacht.

Feuchtemessung

Der erste Schritt fast immer. Kapazitiv oder über den elektrischen Widerstand wird der nasse Bereich abgegrenzt. Eine Referenzmessung an trockener Stelle gehört dazu – ohne sie sagt ein Messwert nichts.

Thermografie

Die Wärmebildkamera zeigt, wo Warmwasser- oder Heizungsleitungen verlaufen und wo Wasser austritt. Funktioniert nur bei Temperaturunterschied – bei einer kalten Trinkwasserleitung im kalten Estrich sieht man nichts.

Akustik und Korrelation

Austretendes Wasser macht Geräusch. Mit Bodenmikrofon und Körperschallaufnehmern wird es abgehört; der Korrelator berechnet aus der Laufzeitdifferenz zweier Aufnehmer die Stelle auf dem Rohr.

Tracergas

Die entleerte Leitung wird mit Formiergas gefüllt – 95 % Stickstoff, 5 % Wasserstoff, nicht brennbar. Das Gas dringt durch Estrich und Fliesen nach oben und wird oben mit dem Spürgerät nachgewiesen. Das genaueste Verfahren bei kleinen Lecks.

Druckprüfung

Einzelne Leitungsabschnitte werden abgedrückt. Hält der Druck nicht, liegt das Leck in diesem Abschnitt. Grenzt ein, bevor aufwendigere Verfahren beginnen.

Rohrkamera und Farbstoff

Bei Abwasser- und Grundleitungen fährt eine Kamera durchs Rohr und zeigt Risse, Muffenversatz oder Wurzeleinwuchs. Fluorescein macht sichtbar, wohin das Wasser läuft.

Endoskopie

Eine Kamera durch ein kleines Bohrloch in Hohlraum, Schacht oder Vorwand – wenn klar ist, wo man nachsehen muss, aber nicht, was dort los ist.

Elektro-Impuls

Für Flachdächer und Abdichtungen. Über eine Spannung wird die Fehlstelle in der Bahn geortet, ohne die Dachfläche zu öffnen.

Schadensbilder

Woran man erkennt, was kaputt ist

Kein Ersatz für eine Ortung, aber ein Anhaltspunkt – und hilfreich, wenn Sie den Schaden am Telefon schildern.

Wasseruhr dreht sich, obwohl alles zu ist

Deutliches Zeichen für ein Leck in einer Trinkwasserleitung. Alle Zapfstellen schließen, Zählerstand notieren, nach einer Stunde erneut ablesen.

Heizung verliert ständig Druck

Nachfüllen hilft nur kurz? Dann verliert der Kreislauf Wasser – oft in der Fußbodenheizung oder an einer Verbindung im Estrich.

Feuchter Fleck an Decke oder Wand

Das Wasser tritt selten dort aus, wo es sichtbar wird. Es läuft auf Bauteilen entlang – der Fleck ist der Endpunkt, nicht die Ursache.

Warmer Streifen im Boden

Barfuß spürbar oder mit der Hand. Deutet auf eine undichte Warmwasser- oder Heizungsleitung im Estrich.

Muffiger Geruch, kein sichtbares Wasser

Feuchtigkeit in der Dämmschicht unter dem Estrich. Von oben nicht zu sehen und ohne Trocknung ein Schimmelrisiko.

Nasser Keller nach Regen

Eher Abdichtung oder Grundleitung als Trinkwasser. Rohrkamera und Farbstoff bringen Klarheit.

Ablauf

Was passiert, nachdem Sie angerufen haben

01

Erstbesichtigung

Der Techniker sieht sich den Schaden an, misst die Feuchte und grenzt den Bereich ein. Oft am selben oder nächsten Tag.

02

Ortung

Mehrere Verfahren nacheinander, bis die Stelle feststeht. Dauert je nach Fall zwei bis fünf Stunden.

03

Bericht

Messwerte, Verfahren, Befund und Position – das ist das Papier, mit dem die Versicherung reguliert.

04

Freilegen und reparieren

An der georteten Stelle. Die Reparatur macht meist ein Installateur, oft vom selben Betrieb vermittelt.

05

Trocknung

Geräte werden gestellt, der Verlauf wird gemessen. Zwei bis sechs Wochen, je nach Aufbau.

06

Wiederherstellung

Estrich, Putz, Fliesen, Malerarbeiten. Erst wenn die Messreihe zeigt, dass es wirklich trocken ist.

Häufige Fragen

Was Sie vermutlich gerade wissen wollen

Was kostet eine Leckortung?

Üblich ist eine Abrechnung nach Stunden zuzüglich der eingesetzten Messtechnik. Bei einem versicherten Leitungswasserschaden übernimmt die Gebäudeversicherung die Ortungskosten in der Regel, wenn die Leckage in einer versicherten Leitung liegt. Der Fachbetrieb nennt Ihnen die Konditionen vorab.

Wie wird ein Leck geortet, ohne alles aufzustemmen?

Zerstörungsfrei, mit mehreren Verfahren nacheinander: Die Feuchtemessung grenzt den Bereich ein, die Thermografie zeigt warme oder kalte Signaturen entlang der Leitung, Tracergas oder Korrelation weisen die Austrittsstelle punktgenau nach. Erst danach wird geöffnet – an einer Stelle statt Verdacht.

Was mache ich sofort?

Haupthahn zudrehen, bei Kontakt mit Elektrik den Strom abschalten, Schaden fotografieren, der Versicherung melden. Nichts wegräumen und nichts reparieren lassen, bevor der Schaden dokumentiert ist – die Dokumentation entscheidet später über die Regulierung.

Zahlt die Versicherung die Trocknung?

Bei einem versicherten Leitungswasserschaden in der Regel ja, einschließlich Gerätemiete und Strom. Voraussetzung ist ein nachvollziehbares Trocknungsprotokoll mit Messwerten – nicht nur eine Rechnung über Gerätetage.

Wie lange dauert eine Trocknung?

Je nach Aufbau zwei bis sechs Wochen. Estrichdämmschichten brauchen länger als eine Wand. Ob es vorangeht, zeigt nicht das Gefühl, sondern die Messreihe.

Muss ich während der Trocknung ausziehen?

Meist nicht. Die Geräte sind laut und verbrauchen Strom, aber bewohnbar bleibt die Wohnung in der Regel. Bei großflächigen Schäden oder Schimmelbefall entscheidet der Betrieb gemeinsam mit der Versicherung.

Wer zahlt den Strom für die Trocknungsgeräte?

Zunächst Sie, über Ihren Zähler. Der Verbrauch wird erfasst und der Versicherung in Rechnung gestellt; Sie bekommen ihn erstattet. Deshalb gehört ein Zählerstand vor dem Aufstellen der Geräte zur Dokumentation.

Wie schnell ist jemand da?

Bei akutem Wasseraustritt in der Regel am selben Tag, sonst innerhalb weniger Tage. Drehen Sie in jedem Fall zuerst selbst das Wasser ab – das ist wirksamer als jeder Notdienst.

Brauche ich die Zustimmung der Versicherung, bevor ich beauftrage?

Für Sofortmaßnahmen zur Schadenminderung nicht – die sind Ihre Pflicht. Für alles Weitere melden Sie den Schaden und stimmen den Umfang ab. Ein Ortungsbericht hilft dabei mehr als eine Schätzung.

Diese Hinweise sind allgemein und ersetzen keine Beratung im Einzelfall. Verbindlich ist, was Ihre Versicherung und der beauftragte Fachbetrieb sagen.

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